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Permeations-Radar (O-Ringe & Schläuche)

Scheinlecks durch Elastomere und Kunststoffe erkennen

1

Lokal-Test (Durchbruchszeit)

Wie lange dauert es, bis das Helium sich durch das Material gearbeitet hat?

Sicheres Zeitfenster

~ 0s

Zeit bis zum steilen Signalanstieg (Time Lag)

Live-Simulation (Zeitraffer)

Atmosphäre (He) Vakuum Sensor
He
Materialwand
0% 50% 100% (Durchbruch)

Zu erwartendes Scheinleck

0.00e-0 mbar·l/s

Diesen Wert erreicht der Lecksucher bei Sättigung.

📈 Live Permeations-Kurve (S-Kurve)
ca. Abschätzung nach Diffusionsmodell

🏁 Material-Vergleich (Durchbruchszeiten)

2

Integral-Test (Ganze Anlage / Zelt)

Die Kammer wird komplett mit Helium geflutet. Was passiert bei vielen Dichtungen / Schläuchen?

Das "Chor-Singen" der Anlage

Wenn eine Anlage über viele O-Ringe oder Pneumatikschläuche im Prüfbereich verfügt, summiert sich die Permeation auf.

  • ▸ Dünne O-Ringe (z.B. 1.5mm) brechen schon nach wenigen Minuten durch.
  • ▸ PU-Schläuche (Pneumatik) atmen Helium oft schon in wenigen Sekunden ein.
  • ! Das Resultat: Der Hintergrund am Lecksucher kriecht rasend schnell nach oben. Die Summe aller weichen Materialien erzeugt ein gewaltiges Scheinleck.

Physikalisches Limit

📈 Die 3 Phasen der S-Kurve

Wenn Helium durch einen Gummi wandert, sieht man auf dem Lecksucher keine sofortige, gerade Linie. Es bildet sich eine "S-Kurve":

Leckrate Zeit 1 2 3
  • 1. Totzeit: Das Helium ist noch im Gummi unterwegs. Der Lecksucher zeigt absolut nichts an. Alles scheint dicht.
  • 2. Durchbruch: Die ersten Atome kommen auf der Vakuum-Seite an. Das Signal beginnt ganz langsam und sanft zu steigen. Das ist der berechnete Zeitpunkt aus der App!
  • 3. Sättigung: Das Material ist mit Helium vollgesaugt. Der Gummi lässt jetzt permanent die berechnete Maximal-Menge an Helium durch. Das Signal bleibt konstant hoch.
i Die einzige physikalische Lösung

Oft wird versucht, das Signal einfach "weg zu nullen" (ZERO Taste am Lecksucher). Das ist bei Permeation absolut verboten!

Da die Permeation stetig ansteigt, würde man ein echtes Leck einfach mit weg-nullen. Die einzige physikalisch korrekte Lösung, wenn die Anlage strenge Grenzwerte erfüllen muss:

Lokale Sprüh-Suche (Schnüffeln von außen)

Anstatt die ganze Anlage in Folie zu packen, wird jede Dichtung einzeln, gezielt und nur ganz kurz (z.B. 5 Sekunden) mit Helium angesprüht. So hat das Helium gar keine Zeit, in den Gummi einzudringen, und das Scheinleck entsteht erst gar nicht.

© Walter Dogendorf | Permeations-Radar