Drücke (mbar, Torr) & ppm-Konzentrationen umrechnen
Tippe einen Wert in ein beliebiges Feld, die anderen aktualisieren sich sofort (Echtzeit).
mbar: Der Standard in Europa für die meisten Vakuumanwendungen.
Torr: Der US-Standard (Semiconductor). 1 Torr = 1 mm Quecksilbersäule.
mTorr (Microns): Wird oft in den USA für das Grobvakuum (Vorvakuumpumpen) verwendet. 1000 mTorr = 1 Torr.
Pa (Pascal): Die offizielle SI-Einheit, wird aber im Alltag selten genutzt. 1 mbar = 100 Pa.
psi: Amerikanische Einheit für Überdruck (z.B. in Gasflaschen oder Spülgasleitungen).
Auto-Sync für alle Leckraten & Massenströme.
🛡️ Hardware-Check: Welcher Lecksucher?
Physikalisch gesehen ist eine Leckrate exakt das Gleiche wie ein Gasfluss (Massenstrom bzw. pV-Durchsatz). Es ist die Menge an Gas, die pro Zeit fließt.
Spezifikationen & Normen beidseitig übersetzen!
1. Anlagen-Bedingungen definieren
2. Wert eingeben (Auto-Sync)
Du hast völlig recht: Ein normaler Lecksucher (HLT) zeigt auch im Schnüffel-Modus fast immer mbar·l/s an (außer bei speziellen Sniffer-Geräten wie dem Protec P3000). Warum brauchst du den Wandler dann? Wegen der Kunden-Spezifikationen! Oft steht in einer Norm: "Das Bauteil darf eine Leckage von maximal 10 ppm haben." Da dein Gerät aber mbar·l/s anzeigt, weißt du nicht, wann die 10 ppm erreicht sind.
3.7e-5 mbar·l/s. Das ist nun dein Grenzwert für das Display am Lecksucher!
5.0e-6 mbar·l/s an. Der Kunde fragt: "Wie viele ppm sind das?". Du tippst den Wert rechts ein und kannst ihm sofort die ppm-Konzentration nennen.
Die Einheit ppm (parts per million) beschreibt nur eine "Mischung" (Konzentration), aber nicht, wie viel Gas insgesamt fließt! Um aus der Mischung eine echte Leckrate (Lochgröße) zu berechnen, muss die App wissen, wie viel Raumluft die Pumpe pro Sekunde ansaugt und bei welchem Druck.
Wo sind die 5 ppm geblieben? (Die Zero-Funktion)
Unsere normale Atemluft enthält immer exakt 5,2 ppm Helium. Moderne Schnüffler blenden diesen natürlichen Untergrund automatisch aus, damit das Display "0" anzeigt. Achtung: Die App hier berechnet den absoluten physikalischen Wert. Wenn Ihr Gerät also "10 ppm" anzeigt, sind das physikalisch eigentlich 15 ppm (10 aus dem Leck + 5 aus der Luft).
Für Profis in der Industrie ist dieses Tool absolut unverzichtbar. Auf den ersten Blick wirkt es verwirrend, warum man "Gasfluss" (sccm) und "Leckrate" (mbar·l/s) überhaupt miteinander verknüpft.
Das Geheimnis: Es ist beides exakt das Gleiche!
Der Schlüssel zum Verständnis ist: Eine Leckrate und ein Gasfluss sind physikalisch exakt identisch. Beides beschreibt: "Wie viele Gasmoleküle bewegen sich pro Sekunde durch dieses Rohr?"
Stell dir vor, du bist an einer Halbleiter-Anlage. Die Anlage spült ein langes Rohr mit Stickstoff (N2). Der Mass Flow Controller (MFC) an der Anlage steht auf 20 sccm.
Du schließt jetzt deinen Lecksucher an diese Anlage an. Was passiert? Der Lecksucher saugt diese 20 sccm ab. Aber was bedeutet das für den Lecksucher?
Du tippst die 20 sccm in die App ein und siehst oben: 3.38e-1 mbar·l/s.
Wofür brauchst du das? Darf ich den Lecksucher überhaupt anschließen? Wenn du einen kleinen Lecksucher (z.B. Pfeiffer ASM 340) hast, schluckt der maximal ca. 15 mbar·l/s im Grob-Modus. Du weißt jetzt: Die 20 sccm (0.338 mbar·l/s) sind gar kein Problem! Der Lecksucher schafft das locker.
Wenn die Anlage aber auf 2000 sccm spült, sagt dir die App: Das sind 33.7 mbar·l/s. Das ist zu viel für den kleinen Lecksucher! Du würdest ihn überlasten.
Du kaufst ein neues Kalibrierleck (Test Leak) für deine Anlage. Da der Hersteller oft aus den USA kommt, steht auf dem Zertifikat des Testlecks nicht mbar·l/s, sondern: "Leak Rate: 5 sccm" oder "Leak Rate: 5 atm·cc/s".
Du schließt das Testleck an deinen Lecksucher an. Der Lecksucher zeigt dir aber einen Wert in mbar·l/s an. Wie willst du jetzt prüfen, ob der Lecksucher richtig kalibriert ist?
Du tippst die "5 sccm" in die App ein und weißt sofort: Aha, mein Lecksucher muss jetzt exakt 8.44e-2 mbar·l/s anzeigen. Tut er das, ist er perfekt kalibriert.
Ein Kunde ruft dich an und sagt: "Wir haben ein Riesenleck. Der Lecksucher schreit bei 1.0e+0 mbar·l/s!" Für jemanden, der keine Ahnung von Vakuum hat, ist "1.0e+0" völlig abstrakt.
Du tippst 1 bei mbar·l/s ein und siehst unten bei sccm: 59 sccm.
Jetzt kannst du dem Kunden sagen: "Stell dir vor, du hast einen Strohhalm, durch den pro Minute knapp 60 Milliliter (ein Schnapsglas voll) Luft ins Vakuum zischen. So groß ist euer Leck."
Mit sccm kann man sich Volumina viel besser räumlich vorstellen als mit dem abstrakten mbar·l/s.
| Einheit | Bedeutung | Typische Anwendung |
|---|---|---|
| mbar | Millibar (1/1000 Bar) | Der Standard-Druck in Europa für Vakuum. 1000 mbar ≈ Atmosphäre. |
| Torr | Torricelli (1 mm Quecksilbersäule) | US-Standard, dominiert die weltweite Halbleiterindustrie (Semiconductor). |
| Pa | Pascal (1 N/m²) | Die SI-Norm. Findet sich oft in offiziellen Dokumenten (ISO Normen). |
| psi | Pounds per square inch | US-Einheit für Überdruck. Findet sich an Gasflaschen und Kompressoren. |
| Leckraten & Massenstrom | ||
| mbar·l/s | Millibar-Liter pro Sekunde | Die absolute Standard-Einheit für jeden Vakuum-Lecksucher weltweit. |
| atm·cc/s | Atmosphären-Kubikzentimeter pro Sek. | US-Norm für Testlecks. Fast identisch zu mbar·l/s (Faktor 1.013). |
| sccm | Standard Cubic Centimeter per Minute | Einheit für Anlagen-Gasflüsse (gesteuert durch MFCs). |
| ppm | Parts per million (Teile pro Million) | Mischungsverhältnis (Konzentration). Wird nur bei Schnüffelsonden verwendet. |